Methodik

Wie versucht die Homöopathie zu heilen?

Der Homöopath sammelt alle Krankheitszeichen, die der Körper und die Psyche produzieren. Symptome sind dabei nach Hahnemann, "alle Abweichungen vom gesunden, ehemaligen Zustande des jetzt Kranken, die dieser selbst fühlt, die die Umstehenden an ihm wahrnehmen und die der Arzt an ihm beobachtet".

Nur alle Symptome zusammen repräsentierten die Krankheit in ihrem ganzen Umfang. Deshalb benutzen Homöopathen so ungern schulmedizinische Diagnosen: Wir behandeln keine Gallenblasenentzündung, keinen Hexenschuß und keinen Herpes labiales.

Wir behandeln den ganzen kranken Organismus und sind erst zufrieden, wenn wir die Zeichen der Heilung erkennen können, die eben nicht daraus bestehen, das die Rückenschmerzen oder der Hautausschlag jetzt weg sind. Es gibt klare Kriterien an denen wir fest machen können, ob das Verschwinden von Symptomen nur eine Unterdrückung der Krankheit oder aber eine Heilung derselben bedeutet.

Krankheit ist für den Körper nichts anderes als ein Krieg. Die Lebenskraft - so hat es uns Hahnemann gelehrt - versucht den Frontverlauf möglichst weit weg vom Zentrum zu halten. Zum Zentrum zähle ich: Hirn, Herz, Lungen, Nieren und Leber. Diese sind zum Leben absolut notwendig.

Beginnt also der Krieg, so versucht die Lebenskraft ihn erst mal über die Haut auszutragen. Von der Haut muss schon ein großer Teil erkrankt sein, damit es für den Organismus wirklich gefährlich wird. Erst wenn der Krieg fortschreitet, die Lebenskraft geschwächt wird, kann die Krankheit in den inneren Körper fortschreiten.

Durch die Homöopathie stärken wir die Lebenskraft, wodurch diese die Front wieder weiter nach außen verlagern kann bis hin zum Friedensschluss, sprich der Gesundung des Organismus. Allerdings gibt es auf diesem Heilungsweg auch sogenannte Hindernisse der Heilung. Hahnemann führte als Beispiel die feuchte Wohnung an, die trocken gelegt werden musste. Heutzutage denke ich mehr an die Bereiche Ernährung, Bewegung sowie soziale Kontakte.