Definition

Was ist die Homöopathie?

Die Homöopathie ist eine eigenständige medizinische Heilmethode mit festen Heilgesetzen. Der Begründer der wissenschaftlichen Homöopathie ist der Arzt Dr. med. Samuel Hahnemann. Dieser baute seine Heilkunst auf dem Naturgesetz "Heile Ähnliches mit Ähnlichem" auf. Dieses Gesetz bedeutet, dass eine Arznei, die den Gesunden auf eine bestimmte Art krank macht, einen an solchen Symptomen erkrankten Menschen heilen kann.

Berühmt ist der Chinarindenversuch Hahnemanns, anhand dessen er dieses Prinzip zunächst an sich selbst später an seinen Schülern erprobte. Er nahm diese Rinde ein und entwickelt die Symptome einer Malariaerkrankung. Später heilte er dann damit diverse Patienten mit Wechselfieber.

In der Homöopathie werden Arzneien eingesetzt, die an gesunden Menschen geprüft wurden. Die entstehende Kunstkrankheit vergeht von alleine wieder und entlässt den Probanden mit einer gestärkten Abwehr. Deshalb empfahl der Arzt Prof. Dr. med. James Tyler Kent, ein berühmter amerikanischer Homöopath und Hochschullehrer für Anatomie und Chirurgie, seinen Schülern regelmäßig an solchen Prüfungen teilzunehmen.

Es reicht allerdings nicht aus, die Globuli nach dem Ähnlichkeitsgesetz zu verschreiben. Auch wir Homöopathen müssen zunächst Anatomie, Physiologie und Pathologie des Menschen studieren, wonach ein genaues Studium der Arzneien sowie das Erlernen der Anamnesekunst und der Fallausarbeitung folgen. Erst dann sind wir in der Lage, eine gute Arznei zu finden und diese auch bezüglich der Dosierung dem jeweiligen Patienten anzupassen.